Angeltour 2016

Zum Ende der Sommerferien stieg die Vorfreude unserer Jugendgruppe ins Unermessliche. Es ging wieder auf Angeltour. Als Ziel für 2016 hatte sich das Team der Jugendwarte erneut die Mosel aufgesucht. Wie schon 2009 und 2011 ging es nach längerer Abstinenz endlich wieder an dem Strom zwischen den Weinbergen. Der kleine Campingplatz am Fuße vom Ediger Feuerberg war so nett und bot unseren Kids erneut ausreichend Platz direkt am Mosel-Ufer.

(Fantastische Kulisse an der Mosel)

(Fantastische Kulisse an der Mosel)

Am Donnerstag, den 18.August 2016 war es vorbei für die Ferien-Langschläfer. Bereits um 06:00Uhr in der Früh, noch bevor die Sonne aufging war Treffpunkt. Im Halbschlaf beluden die Kids die beiden Anhänger und nahmen Platz in den Autos der Jugendwarte. Planmäßig rollten wir in Kempen los, sodass wir früh in Ediger-Eller ankamen. Wie immer, stand als Erstes der Camp-Aufbau auf dem Plan. Nachdem die Hänger entladen waren, stellten die Kids ihre Zelte auf und das Basis-Camp wurde eingerichtet. Zwei neue Pavillons und Bierzeltgarnituren bildeten das neue Wohnzimmer für die nächsten Tage. Während dessen wurden im ansässigen Angelgeschäft direkt die Erlaubnisscheine besorgt, sodass es nach einer kurzen Belehrung direkt losgehen konnte.

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(Das Basis-Camp – direkt am Ufer)

Lange dauerte es nicht bis der erste Fisch im Kescher lag. Geschätzt 30 Sekunden. Nach weiteren 5 Minuten war klar… die Grundel hatte sich auch in der Mosel breit gemacht und zu einer wahren Plage entwickelt. Der kleine Fisch nahm alle Köder, egal wie groß sobald dieser in Bodennähe gesunken war. Auch die Hakengröße war dabei egal. Das überproportional große Maul inhalierte alles, was nicht niet- und nagelfest war. Die Kids, besonders die Jüngeren hatten natürlich erstmal Spaß satt und alle Hände voll zu tun. Auch wenn niemand genau mitgezählt hat, bin ich mir sicher, dass bereits am ersten Tag weit über 100 Grundeln an den Haken der Jungs baumelten.

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(Jannik – Der Grundelkönig)

Der erste Angeltag ging schnell vorbei. Robert konnte eine kleine -, Jugendwart Jan eine Barbe mittlerer Größe zwischen den ganzen Grundeln überlisten. Als es dunkel wurde kam plötzlich Hektik auf, als unser Luca einen Aal am Band hatte. Nach kurzem, aber heftigen Kampf, konnte er das ca. 70cm lange Exemplar sicher landen. Ein Tauwurm war scheinbar von den Grundeln eine kurze Zeit unentdeckt geblieben. Ein super Fang. Hundemüde schlüpften alle gegen Mitternacht in die Schlafsäcke und versanken im Land der Träume.

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(Erste Barbe für Jugendwart Jan)

(Barbe für Robert)

(Auch unser Robert fing eine Barbe)

(Unser Luca mit 70cm Mosel-Aal)

(Unser Luca mit 70cm Mosel-Aal)

Der Freitag begann früh und sollte sich zu einem sehr heißen Tag entwickeln. Nach einem kräftigen Frühstück zogen die Jungs los, um schnell ans Wasser zu kommen. Einige steuerten die Buhnen direkt am Campingplatz an, andere schleppten ihre Ausrüstung einige Hundert Meter an der Mosel entlang, um andere Bereiche beangeln zu können. Adam lud ein paar Kids ein und fuhr zum Spinnfischen Richtung Schleuse. Gegen Nachmittag trafen sich wieder alle im Camp, um sich zu stärken. Es gab Nudeln mit Bolognese Rustika alla Christian, sehr lecker. Leider verlief der Angeltag bis dahin, abgesehen von Grundeln, ziemlich erfolglos. Die Abendstunden sollten es bringen.
Der ein oder andere Döbel, teilweise von stattlicher Größe schoss auf kleine Spinnköder, wie Gummis oder Spinner in der flachen Bereichen der Buhnen vor dem Camp. Im klaren Wasser konnten die Jungs die raubenden Friedfische gut beobachten und gezielt anwerfen.

(Alex - unser Döbel Experte)

(Alex – unser Döbel Experte)

Nach der abendlichen Erzählrunde im Camp, natürlich mit viel Anglerlatein, versanken alle auf ihren Liegen. Am nächsten Morgen wollte man früh raus, um die Morgenstunden zu nutzen.
Dieser Plan klappte nicht wirklich. Der gemütliche Schlafsack gewann das Duell gegen das frühe Aufstehen.
Also dauerte es einige Zeit, bis auch der Letzte aus seinem Zelt gekrochen kam. Gemütlich Frühstücken und ab ans Ufer. Unser Justin konnte schon früh, während andere noch frühstückten, einen kleinen Hecht auf Wobbler fangen. Gegen Mittag hatten die Kids einen neuen erstklassigen Döbel-Köder entdeckt. Pommes. Montiert an freier Leine, gefischt an der Oberfläche. Grundelsicher. Und die Döbel waren heiß drauf. Unser Alex konnte damit zwei sehr schöne Fische um die 45cm überlisten.

(Die Mosel zeigte sich von ihrer schönsten Seite)

(Die Mosel zeigte sich von ihrer schönsten Seite)

(Pommes-Döbel für Alex)

(Pommes-Döbel für Alex)

Jugendwart Jan setzte auf Käse, um an den Grundeln vorbei- an die großen Barben zu kommen. Der Plan ging auf. Käse stellte sich als sehr selektiver Barbenköder heraus und fand bei den Grundeln keine Beachtung. Nach einer 68er-Barbe stieg auch noch ein Fisch mit 61cm ein. Die Kraft dieser Kämpfer im Strom ist und bleibt beeindruckend.

(Stattliche Barbe für Jan)

(Stattliche Barbe für Jan)

(Barbe No.2)

(Barbe No.2)

Am frühen Abend trafen sich alle im Camp zum gemeinsamen Grillabend und fachsimpelten weiter über die Flussangelei. Jugendwart Pascal bewaffnete sich anschließend mit der Stipprute und fing in einem tieferen Loch in der ersten Buhne noch stattliche Döbel und ein sehr großes Rotauge. Auch die Kids kämpften weiter. Luca brachte noch das Kunststück fertig, auf eine Grundel als Köder, einen Döbel zu fangen.

(Jugendwart und 1. Vorsitzender Pascal beim Stippen)

(Jugendwart und 1. Vorsitzender Pascal beim Stippen)

(Dickes Mosel-Rotauge)

(Dickes Mosel-Rotauge)

Am Sonntagmorgen gab es noch einmal ein kräftiges Frühstück mit Rührei und Kakao, bevor es ans Packen und Aufräumen ging. Ungefähr pünktlich, als die Hänger gerade fertig beladen waren, setze der Regen ein. Das Wetter insgesamt lies keine Wüsche offen und bescherte uns ein angenehmes Wochenende. Eine kleine Runde Feedback bestätigte den Eindruck der Jugendwarte. Die Kinds fanden es alle super und hatten durchgehend Spaß in den Backen. So muss das sein. Auch die Neulinge, die zum ersten Mal dabei waren ließen direkt anklingeln, dass sie nächstes Jahr definitiv wieder mitfahren werden. Gegen Mittag traten wir die Heimfahrt an und strandeten alle sicher am frühen Abend zurück in Kempen, wo die Jungs von ihren Eltern abgeholt wurden.
An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an die wohl pflegeleichteste und coolste Truppe, die jemals mit auf Angeltour war. Vielen Dank an alle Jugendwarte.

(Der ganze Haufen)

(Der ganze Haufen)

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Ein Kommentar zu Angeltour 2016

  1. Dieter Rohde sagt:

    Schön, weiter so.
    Gruss Dieter

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